Sopot

Sopot liegt 5 km westlich von Karlovo und wurde zum ersten Mal 1376 in einem Dokument erwähnt. Die Stadt trug den schönen bulgarischen Namen Byala Cherkva (Weiße Kirche), der von dem berühmtesten Sopoter, von Ivan Vazov in seinem Werk Podigoto (Unter dem Joch) verewigt wurde. Während der Zeit der Wiedergeburt war sie eine Stadt mit gut entwickelten Handwerksgewerben, so u.a. das Goldschmiedehandwerk, die Herstellung grober Wollstoffe, das maschinelle Flechten von Litzen und Schnüren und die Rosenölherstellung. Für die Bedürfnisse des Rosenölhandels entstand sogar eine Glasfabrik, die als Shishedzhlynitsa (Fläschchenhersteller) bekannt war. Wegen ihrer Blütezeit wurde sie auch als das Altin (Goldene) Sopot genannt. Während des Befreiungskampfes fiel sie dem Feuer zum Opfer und ihre Bewohner wurden niedergemetzelt oder vertrieben. Ihren wirtschaftlichen Aufschwung verbindet man mit dem Bau der Subbalkangebirgs Eisenbahnlinie Sofia – Karlovo – Burgas. Die Stadt entwickelte sich auch Dank des Tourismus. Sehr stark besucht werden das Wohnhaus-Museum Ivan Vazov, das Nonnen-Metochi, die Wassermühle von Dyado (Großvater) Stoyan, verewigt im Werk Podigoto (Unter dem Joch), das Kloster Hl. Spas (Heiland), indem sich Levski versteckte u.a.

Das Nonnen-Metochi befindet sich nur 150 m nördlich vom Stadtzentrum entfernt. Im 15. Jh. existierte an Stelle der kleinen Kirche Maria Opfergang eine Kapelle. Im Jahre 1665 wurden um sie herum Wohnbauten errichtet, das den Grundstein für das Kloster selbst legte. 1877 wurde das Kloster von den Türken in Brand gesteckt. Erhalten blieben die Kirche, der Trinkbrunnen, ein Teil der Klosterzellen und das Versteck von Vasil Levski. Der Weinstock im Klosterinnenhof ist über 350 Jahre alt und wird als einer der ältesten in Bulgarien geschätzt.

Das Geburtshaus von Ivan Vazov wurde im 18. Jh. von seinem Urgroßvater gebaut. Während des Russisch-Türkischen Krieges wurde es in Brand gesteckt. 1920, am Vorabend der Feierlichkeiten zu Ehren des 70jährigen Jubiläums des Geburtstages des Poeten wurde der Entschluss zu dessen Wiederherstellung gefasst und 1932 war es wieder vollständig rekonstruiert. In einem der Zimmer wurde der Friseur-salon von Hadji Ahil und mit einem Kolorit an Helden aus der Erzählung Hadji Ahil und der Novelle Chichovtsi (Onkels) nachgebildet. Das Museum wurde am 6. Juni 1935 eröffnet.

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