Sehenswürdigkeiten von Plovdiv

Im alten Plovdiv gibt es etwa 200 Kulturdenkmäler. Das Territorium wurde zum Architektur-Historischen Reservat Alt-Plovdiv erklärt. Eine beispielgebende Schau architektonischer Genialität zeigen die Plovdiv-Häuser, so das Haus von Nedkovich, das Balabanov-Haus, das Haus von Hindlian, eingestuft als das am reichsten verzierte Haus, das Haus von Georgiadi (Museum der Wiedergeburt und nationalen Befreiungskämpfe), das Larmatinov-Haus u.a.


Das Ethnographische Museum wurde 1917 von Stoyu Shishkov, ein herausragender Ethnograph und Kenner der Rhodopen geschaffen. Im Jahre 1952 wurde es zum Spezialmuseum strukturiert. Es ist in Alt-Plovdiv in einem der sehenswertesten Häuser aus der Zeit der Wiedergeburt, im Haus des einstigen Händlers Argir Koyumdzhioglu untergebracht, das vom rhodopischen Baumeister Georgi Hadjiiski errichtet wurde. Die Ausstellung zeigt eine reichhaltige materielle und geistige Kultur der Region Plovdiv. Es werden die Entwicklung von Landwirtschaft, Handwerk und Handel zurückverfolgt. Vorgestellt wird eine Vielfalt der Volkskultur, Kleidung, Textilien, Stickereien, Musik und Tänze, die am besten die beiden, den plovdiver Raum besiedelnden ethnographischen Hauptgruppen, die Ruptsi (Bewohner von Rupchos, Gebiet im Zentralteil der Westrhodopen) und die Thraker widerspiegeln.

Das Historische Museum wurde 1951 gegründet als wissenschaftliches und kulturelles Institut mit der Aufgabe des Zusammentragens, Schutzes, Durchführung wissenschaftlicher Nachforschungen und der Förderung geschichtlicher Zeugnisse aus der Vergangenheit von Plovdiv und der Region Plovdiv für den Zeitraum des 15. – 20. Jh. Das Museum umfasst 4 große Abteilungen, die in unterschiedlichen Perioden geschaffen und 1993 vereint wurden, das sind die Abteilung Wiedergeburt, die Abteilung Vereinigung des Fürstentums Bulgarien mit Ostrumelien – 1885, das Haus-Museum Christo G. Danoff und die Abteilung Neue Geschichte. Die Kirche Hl. Hl. Konstantin und Helena befindet sich im Zentrum der Stadt. In ihrem heutigen Aussehen stammt sie von 1832. Sie ist ein typischer Vertreter der Kirchenarchitektur des 19. Jh. und wurde entsprechend den Bauanforderungen mit einer Dimension niedriger als eine Manneshöhe errichtet. Die alte Kirche wurde beschrieben als etwas morsch und verfallen, mit einer kleinen Tür, durch die selbst eine kleine Person mit Schwierigkeiten gelange. Unter den Ikonen zeichnen sich die wundertätige Kirchenikone Hl. Hl. Konstantin und Helena (14.Jh.),die Dreifach-lkone der Hl. Apostel Petrus und Paulus und die Ikone des Hl. Propheten Elija aus. Die meisten von ihnen sind das Werk des Malers Zachary Zograf. Im Hof befindet sich das Ikonen-Museum.

Von Interesse sind auch die Kirche Hl. Dominica, die 1831 erbaut und von Dimitar Zograf, Stanislav Dospevski und Nikola Odrinchanin malerisch gestaltet wurde und die Metropolitankirche Hl. Marino, die für eine der ältesten Kirchen der Stadt gehalten wird. Im Naturwissenschaftlichen Museum werden fast 50 000 Exemplare aufbewahrt. Die Städtische Gemäldegalerie besitzt einzigartige Werke von Zachary Zograf, Stanislav Dospevski, Jan Väclav Mrkvicka, Vladimir Dimitrov-Meistora, Zanko Lavrenov, Zlatyu Boyadjiev u.a.

In Plovdiv befindet sich auch der Hügel der Befreier (Burnadzhika) mit dem Denkmal des Sowjetsoldaten, auch als Aljoscha bekannt (1957) und dem Denkmal für die Befreier (1881). Um ihn herum führt die Allee der Kosmonauten. Die künstlerisch gestaltete Allee verbindet Burnadzhika mit dem Gedenkkomplex Bradska mogila (Gemeinschaftsgrab), das im Gedenken an die Kämpfer für die nationale Befreiung geschaffen wurde. Das Denkmal für die Vereinigung wurde anlässlich ihres 100jährigen Jubiläums errichtet. Die zwölf Meter hohe Bronzefigur einer Frau im Flug stellt die Vereinigung Bulgariens dar, wobei die beiden Vogelflügel Symbol der beiden bis 1885 getrennten Teile Bulgariens sind. Der Uhrturm auf dem Hügel Sahat tepe ist einer der ältesten in Europa. Er wurde in der Zeit 1578-1623 gebaut und hat eine Höhe von 17,5 m.

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