die Höhle Magura

Magura (№ 14 die Höhle Magura)

Etwa 30 km nordwestlich von Belogradchik und 40 km südwestlich von Vidin, in der Erhebung Das Hügelgrab von Rabisha, Bestandteil des westlichen Vorbalkangebirges, befindet sich die Höhle Magura (Höhle von Rabisha). Sie ist eine der größten Höhlen Bulgariens. Die Gesamtlänge ihrer Galerien (Gangsystem) beträgt etwa 2500 m. Sie zeichnet sich durch außergewöhnlich schöne Höhlengebilde aus. Die Hauptgalerie orientiert sich in der südost-nordwestlichen Richtung. Sie hat drei seitliche Abzweigungen. Ausgebildet sind Säle in verschiedenen Größen, so die Fledermausgalerie, der Triumphsaal, die Galerie mit den Fresken, der Stalagmitensaal, der Saal der gefallenen Kiefer, der Thronsaal, der Saal der Pappel, der Korridor der Fjorde u.a. Die Höhlenbildung begann vor etwa 15 Millionen Jahren. Sie war während der Antike bewohnt. Es wurden sechs Wohnkulturschichten entdeckt (von der frühen Bronzezeit bis zur frühen Eisenzeit). Während der Römerzeit befand sich ein Steinbruch in der Nähe der Höhle. Die einzigartigen Höhlenfresken (hun-derte) wurden als wirkliche Meisterwerke der spätprähistorischen Kunst auf der Balkanhalbinsel eingestuft. Sie stellen verschiedene Tiere, Gewächse, Säulen, Linien und menschliche Figuren dar. Es wird angenommen, dass diese mit Fledermausguano (Fledermauskot) gemalt wurden. Allein im Sonnensaal der Galerie gibt es über 500 Fresken. Die interessantesten und ältesten sind die Fresken im so genannten kleinen Kultsaal (Heiligenstätte), die einige Gruppen, wie mystische Tänze, Jagdszenen u.a. wiedergeben. Eine besondere Beachtung verdient der geschaffene Sonnenjahreska-lender, der die Kennzeichnung der 366 Tage und astronomische Ereignisse, wie den Winter- u. Sommersonnenstand, die Tagundnachtgleiche im Frühling und Herbst u.a. beinhaltet.

Mit dem Namen Magura sind Legenden von Drachen und Ungeheuern verbunden, die die Schätze des Zaren Ivan Shishman und Popen (Priester) Martin gegen die Türken schützten.

In der Höhle gibt es ausgezeichnete Bedingungen für die Sektherstellung und Weinalterung (eine geeignete Feuchtigkeit und gleich bleibende Temperaturvon 12°C),die in einer ihrer Galerien die Voraussetzungen für die einzige in Bulgarien existierende Sektkellerei zur Herstellung von natürlichem Schaumwein nach klassischer Technologie schaffen.

Eine der Höhlensäle wird als Sanatorium zur Heilung von Bronchialasthmakranken genutzt. Bei 75 % der Behandelten wurden positive Resultate erreicht.
Neben dem Höhlenausgang, am Fuße des Hügelgrabes befindet sich der Rabisha-See. Dieser ist mit einer Fläche von 7,8 km2 der größte Binnensee Bulgariens, hat tektoni-schen Ursprung, ist ohne Abfluss und mit Karstspeisung. Es wird angenommen, dass er einmal der Boden eines warmen Meeres gewesen sei.

 

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Ein wertvolles Nachschlagwerk für einen sehr breiten Leserkreis