Berkovitsa

Berkovitsa liegt am Fluss Berkovska (Berkovskata reka), am Nordhang des Berkov-Balkangebirges in einer Höhe von 405 m ü.  Sie befindet sich 23 km südlich von Montana, 25 km nördlich vom Petrohan-Pass und etwa 87 km von Sofia entfernt. Die Stadt ist der Nachfolger eineralten römischen Festungssiedlung auf dem Weg von Sofia nach Lom. Über Berkovitsa gibt es Überlieferungen aus der Zeit von Zar Kaloyan. Mit ihrem heutigen Namen wurde die Stadt zum ersten Mal im Jahre 1491 in Dokumenten erwähnt. Einer Hypothese nach kommt der Name des Flusses Bersiya (der Schnelle) und somit der von Berkovitsa, Borovtsi u.a. vom thrakisch-dakischen Wortstamm her, bor mit der Bedeutung schnell, eilend. Laut einer anderen nannte sich die Siedlung während der Antike wahrscheinlich Beridisos, Berideva, Kastra Beri… Berkovitsa. In der Zeit des 17. -19. Jh. blühte hier das Handwerk auf, vor allem Holzschnitzerei und Töpferei. Nach der Befreiung verfiel Berkovitsa, da es sich fern ab von der Hauptverkehrsverbindung befindet, die Nord- mit Südbulgarien über die Iskar-Schlucht verbindet. Die Region ist sehr geeignet für die Herstellung von Himbeer- und Heidelbeerwein und für klimatische und balneologische Heilbehandlungen.

Das bemerkenswerteste Kulturbaudenkmal der Stadt ist der Uhrturm. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Haus-Museum Ivan Vazov, das Anfang des 19. Jh. errichtet wurde. In den Jahren 1879-1880 lebte und arbeitete hier der Volksdichter Ivan Vasov, der in der Stadt als Friedensrichter tätig war. Die Ikonen in der Kirche Roshdestvo Bogorodichno (Maria Geburt) sind das Werk von Dimitar Zograf und die Malereien in der Kirche Hl. Nikolaus, der Wundertäter sind von Stanislav Dospevski, Nikola Dospevski, Nikola Obrasopisov u.a. Im Stadtzentrum gibt es die Überreste der römischen Festung Kaleto.

/en/

 

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