Isperih

Isperih entstand 1545 auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Siedlung und trug lange Zeit den Namen Kemallar nach seinem ersten Siedler Kemal und seiner Familie. Im Jahre 1960 erhielt die Siedlung die Stadtrechte und den Namen Isperih nach dem Gründer des Ersten Bulgarischen Reiches (anderer Name für Asparuh), zu dessen Ehren sich im Stadtzentrum eine monumentale Skulpturkomposition erhebt. Die Stadt befindet sich 34 km nordöstlich von Razgrad.

Das Historische Museum in der Stadt wurde 1978 gegründet. Es verfügt über einen Saal für Dauerausstellungen, einen Saal für vorübergehende Ausstellungen, ein ethnographisches Haus, eine funktionierende Windmühle, verwaltet die archäologischen Denkmäler im Historisch-Archäologisches Reservat Sboryanovo und das Hügelgrab von Sveshtari.

Sboryanovo befindet sich zwischen den Dörfern Malak (Klein) Porovets und Sveshtari in der Schlucht des Flusses Krapinets und an den angrenzenden Hängen. Erste Spuren menschlichen Lebens in diesen Landstrichen sind vom Ende der Stein- und Beginn der Kupfersteinzeit. Mit der Ansiedlung des thrakischen Stammes Geten während der Früheisenzeit entwickelte sich die Region von Sboryanovo zu einem politischen, kulturellen und religiösen Zentrum, dessen Aufbau zu Anfang des 1. Jahrtausend v. Chr. begann (9. – 8. Jh. und erreichte seinen höchsten Entwicklungsstand während des hellenistischen Zeitalters: 4. – 3. Jh. v. Chr.). Im Verlauf dieser Periode endete die Gestaltung dieses geografisch-wirtschaftlichen zentralen Ortes, einschließlich einer Kultstätte, zwei Hügelnekropolen, Steingrabstätten und antiken Heiligtümern.

Das interessanteste Objekt im Reservat ist das thrakische Hügelgrab von Sveshtari aus der ersten Hälfte des 3. Jh. v. Chr. Es ist ein Herrscher-Hügel-grab in dem höchstwahrscheinlich der getische König Dromichaetes begraben wurde. Das 1982 entdeckte Hügelgrab wurde in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt unter den Schutz der UNESCO im Jahre 1985 aufgenommen.

In der Schlucht des Flusses Krapinets steht die kizilbanische Tekke Demir Baba (der eiserne Vater). Sie befindet sich an einer Karstquelle (Heilquelle).

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