hisar

Hisar, Dorf Starosel (Thrakischer Kultkomplex)

Hisar (Hisarya, persisch Hesar – Mauer) liegt am südlichen Fuße des Sredna gora (Mittlerer Wald) und 40 km nördlich von Plovdiv und 25 km südwestlich von Karlovo. Den Forschungen nach gab es hier vor 5 Tausend Jahren eine Siedlung. Die Römer verwandelten sie in eine große Stadt und nannten sie Diodetianopolis (4. Jh.). Sie zeichnete sich durch ihre rechteckigen Stadtviertel und breiten Straßen, seine feinen Paläste, Marmorbäder und Skulpturen römischer Götter ab. Zum Schütze diente eine dicke Festungsmauer mit 44 Türmen, von denen ein Teil bis heute überdauert hat. Die erblühte Stadt wurde von den Barbaren zerstört und später von den Byzantinern wieder neu aufgebaut. Im 8. -10. Jh. existierte dann hier eine bulgarische Siedlung mit dem Namen Toplitsa (Wärmende). Den Namen Hisar (Festung) erhielt sie auf Grund der vielzähligen Überreste der Festungsmauern, die die Türken bei ihrem Vormarsch hier vorfanden.

 

Hisar ist ein bekannter nationaler und internationaler balneologischer Kurort. Es gibt über 20 Mineralquellen mit einer Temperatur von 31 bis 51°C. Das Mineralwasser wird sowohl in Flaschen abgefüllt, als auch zur täglichen Anwendung und Prophylaxe genutzt.

Die Region der antiken Stadt Diodetianopolis wurde zum archäologisehen Reservat erklärt. Von der Festung Hisar sind beeindruckende Überreste der Festungsmauer mit Abwehrtürmen und Festungstoren erhalten geblieben. Erhalten sind das Südtor, bekannt als Kamilite (Kamele) und das West – (Pazardzhiker) Tor. Von den antiken Grabmahlen ist das bekannteste das so genannte Hisar-Grabmahl, eine spätrömische Familiengrabstätte aus dem 4. Jh. Ihre Wände sind mit bunten Wandmalereien verziert und die Kammer ist mit buntem Mosaik verkleidet.
Die Sehenswürdigkeiten von Hisar sind die Bäder bei den Quellen Havuza, Momina bania und Indzheza, die altchristlichen Basiliken, die Kirchen Hl. Entschlafung der Gottesgebärerin (Maria Himmelfahrt), Hl. Pantaleon, Hl. Dimitrios, Hl. Hl. Petrus und Paulus u.a.

20 km westlich von Hisar beim Dorf Starosel befindet sich der Thrakische Kultkomplex Starosel. Im Chetinyov-Hügelgrab wurde (während der Thrakologie-Expedition für Hügelgrabforschung unter der Leitung von Georgi Kitov) der spektakuläre thrakische Tempel entdeckt. Zugängig ist auch der Tempel im Hügelgrab Horizont, der in Thrakien einzig bisher freigelegte mit Kolonnaden.

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