Die Festung Momina Kula

Die Festung Momina Kula

Die Festung bei der Stadt Goze Deltschew liegt 3-4 km südwestlich auf einer felsigen und schwer erreichbaren Anhöhe, bekannt unter dem Namen “Momina Kula”. Sie ist im Norden, Westen und Süden von tiefen schwer gangbaren Flußtälern umgeben. In ihrer Nähe befindet sich die alte Straße, die vom Tal mittleren Struma-Flusses über Popski Preslap zur Hochebene der Stadt Goze Deltschew führte. Die Festungsmauer umringte die ganze Anhöhe. Am besten erhalten ist sie im südlichen Sektor wo ihre Höhe 6 m erreicht. Ihre Bauart besteht aus Bruchstein, verbunden mit weißem Mörtel. An vielen Stellen sind die Nester verfaulter Längs – und Querbalkenerkennbar. Backsteine wurden nur im Südwesten gebraucht. Ihrem heutigen Zustand nach kann man annehmen, daß die Festung zweimal umgebaut und im Laufe einer längeren Zeit -von der Antike bis zum Spätmittelalter – benutzt worden ist.

Auf der höchsten Stelle der Anhöhe erheben sich die Ruinen einer rechteckigen Ausrüstung mit stark gerundeten Ecken im Norden und Osten. Ausmaße: 5/4 m und Stärke der Wände: 0,70 m. Die westliche Wand hat von der Innenseite eine zusätzlich gebaute Wand mit einer Stärke von 0,50 m und auf der Innenseite zwei mit hydrophober Lösung gestrichene Schichten. Eine derartige Bauweise ist für die Wasserbecken charakteristisch. Fünfzehn Meter in östlicher Richtung stehen die Ruinen eines Turms mit Außenausmaßen von 6,20 x 6,40 m. In der Festung und an den Abhängen um sie befinden sich große Mengen Fragmente aus Backsteinen, Ziegeln und spätmittelalterlicher Keramik. Gegenstände aus dem 2.-4. Jh. sind sehr selten anzutreffen. Die besondere Bauart der Festung und die zahlreichen Haushaltsgegenstände gestatten uns anzunehmen, daß die letzte Periode deren Existenz etwa das 13.-14. Jh. war.

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