Melniker Festung

Die Melniker Festung

Das Relief im Raum von Melnik unterscheidet sich stark von den übrigen Gebieten im Tal des mittleren Struma-Flusses entlang. Die Umgebung ähnelt einer großen natürlichen Festung und zieht durch ihre märchenhafte und phantastische Landschaft an Südlich der heutigen Stadt erhebt sich die Anhöhe “Slawowa Krepost”, eine natürlich geschützte und fast von allen Seiten unzugängliche Festung. Das ist die Melniker Festung, die bereits zur Zeit des Ersten Bulgarenreiches gebaut worden ist.

Tongefäß aus Melnik, 12. Jh.
Tongefäß aus Melnik, 12. Jh.

Aus den bis heute noch erhalten gebliebenen Überresten der Festungsmauern und -ausrüstungen ist ersichtlich, daß der Festungsbau im 13-14 Jh. besonders intensiv gewesen ist. Und die bisherigen Forschungsergebnisse im Hinblick auf das mittelalterliche Melnik bieten uns die Möglichkeit anzunehmen, daß es drei Festungsgürtel gegeben hat. Der erste Gürtel hat die Außenstadt geschützt. Im Jahre 1972 wurden Überreste einer Festungsmauer vor Paskalews Haus am Eingang zur Stadt Melnik freigelegt. Höchstwahrscheinlich ist diese Festungsmauer in Anbetracht der Konfiguration des Geländes in nordöstlicher Richtung, zum heutigen Gebäude des Agrar-industriekomplexes eingebogen. Im Südosten sieht man auf einem relativ kleinen Revier des Ortes “Kljutsch” große Blöcke einer zerstörten Festungsmauer. An dieser Stelle befand sich die zweite Ein-und Ausgangsarterie der Stadt, die zur Hauptstraße nach Newrokop über Popski Preslapgeführt hat. Der zweite Festungsgürtel hat den Umrissen des Hügels Slawowa Krepost gefolgt. Und der dritte Gürtel umfaßte den südwestlichen Teil des Hügels, wo sich im 13-14 Jh. die Innenstadt, oder die sogenannte Zitadelle abgesondert hat. Beachtliche Überreste der Festungsmauern sind im südlichen Teil zu sehen. Ganz sichtbar ist auch die Trasse der Festungsmauer, die 100 m nordöstlich der Metropolitankirche “Sweti Nikola” gebaut wurde.

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Ein wertvolles Nachschlagwerk für einen sehr breiten Leserkreis