Die Festung bei Ilindenzi

Die Festung bei Ilindenzi

6 km nordöstlich des Dorfes. Auf einer etwa 40 000 Quadratmeter großen Fläche des Ortes “Dolna Wrabtscha” sind die Ruinen einer alten Siedlung zu sehen. Die auf der Oberfläche gefundenen keramischen Gegenstände veranlassen uns anzunehmen, daß sie im 13.-14. Jh. existiert hat. Geschützt war sie im Südwesten durch tiefe Abgründe, im Osten durch die hohen Hänge des Piringebirges und im Norden und Süden durch Festungsausrüstungen. Durch die Siedlung verlief eine von Melnik kommende und in nördlicher Richtung zur Schlucht von Kresna führende Hauptstraße.

Der Ort “Kaleto” befindet sich 4 km südlich des Dorfes Dolna Wrabtscha und 1 km nordöstlich des Dorfes llindenzi. Der höchste Teil, eine etwa 150 Quadratmeter große Fläche, ist von allen Seiten von senkrechten Felsen umringt und lediglich im Norden zugänglicher, wo die Umrisse einer zerstörten Festungsmauer festzustellen sind. Im Norden und im Osten dehnt sich eine fast von allen Seiten durch hohe Felsen umgebene ebene Terrase aus. Die Erdoberfläche ist mit zahlreichen Fragmenten aus Backsteinen, Ziegeln und keramischen Gefäßen bedeckt, die aus dem 3.-4. Jh. und 10.-14. Jh. stammen. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist diese Festung bereits während der byzantinischen Herrschaft auf den Ruinen einer antiken Festung entstanden.

Die Festung befand sich 1 km nördlich von llindenzi auf dem ebenen Teil einer Anhöhe, die von beiden Seiten durch tief eingeschnittene und schwer gangbare Flußtäler umringt war. Ihre Fläche betrug etwa 4000 Quadratmeter. Sie kann leichter vom Südwesten und Südosten aus erreicht werden. Die Festungsmauer ist dem Erdboden gleichgemacht. Lediglich im östlichen Sektor steht sie in einer Höhe von 0,80 cm, man kann die Nesterverfaulter Holzbalken erkennen.

Die beim Dorfe llindenzi befestigte spätmittelalterliche Siedlung war von großer strategischer Bedeutung. Sie sicherte eine Kontrolle über den Ausgang der Schlucht bei Kresna und über einer Teil des Tals am mittleren Lauf des Struma-Flusses, und man konnte auch den Verkehr an den östlichen Hängen des Berges Maleschewzi bis zum Fluß Lebniza gut beobachten.

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