Abrittus

Das Archäologische Reservat Abrittus ist eines der am besten erforschten, freigelegten und für den Publikumsverkehr zugänglichsten antiken Reservate des Landes. Vor mehr als 2000 Jahren gab es etwa 1 km östlich des heutigen Razgrad eine thrakische Siedlung mit unbekanntem Namen, die bin der Mitte des 1. Jh. nach der Errichtung der römischen Herrschaft in der Provinz Unteres Moesia weiter fortbestand. Die Ruinen von Abrittus zeugen von einer blühenden thrakisch-römischen Stadt, die bis zum Ende des 6. Jh. existierte als sie von eindringenden Awaren und anderen Stämmen ausgeraubt, zerstört, niedergebrannt und entvölkert wurde. Im 7. Jh. entstand auf den Überresten der antiken Stadt eine altbulgarische Siedlung mit unbekanntem Namen, die bis zum 10. Jh. bestand. Eine der Sensationen in der Archäologie ist der in Bulgarien entdeckte größte spätantike Goldschatz, der aus 835 Stück (4 kg) Münzen besteht, die von 10 Kaisern und Kaiserinnen, Herrscher des Oströmischen Reiches ab dem 5. Jh. geprägt wurden. Das Archäologische Reservat Abrittus mit einer Fläche von 1 000 Dekar ist ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Hierfür wurde ein Gebäude als spezialisiertes ethnographisches Museum Abrittus errichtet, in dem eine archäologische Ausstellung mit gefundenen Ausgrabungsstücken zusammen mit dem bekannten Pegasos in Gold zu sehen sind.

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